Werden, gewachsen aus einer Klostergründung des Jahres 799 durch den Missionar Liudger, kann auf eine mehr als 100jährige archäologische Forschung zurückblicken, die das Wissen um die Geschichte der einstmals bedeutenden Stadt erweiterte und gerade in jüngster Zeit deren Gesicht mitbestimmt.

So sind es besonders die Überreste der Werdener Stadtmauer, äußeres Zeichen der Stadtwerdung von 1317, die Ende der 90er Jahre bei großflächigen Baumaßnahmen zutage traten und in die städtischen Gestaltungskonzepte miteinbezogen wurden (Nr. 3, 4, 7).

Doch reichen die archäologischen Entdeckungen innerhalb Werdens zeitlich zum Teil weit vor die Stadtwerdung zurück. Ebenfalls in den 90er Jahren konnten dank intensiver Baustellenbeobachtung und Recherche verschiedene Einblicke in die hochmittelalterliche Besiedlung Werdens gewonnen werden (Nr. 1, 2, 5, 10, 11, 12). Ein besonderes Augenmerk galt aber von jeher der Keimzelle der Stadt, der Abtei und ihren Gebäuden. Soweit möglich, wurden hier seit 1992 Bodeneingriffe und Sanierungsarbeiten wissenschaftlich begleitet (Nr. 8, 9).

Die archäologischen Hinweise auf die Geschichte Werdens vor der Klostergründung sind innerhalb des Ortskernes spärlich, reichen dafür aber bis in die Altsteinzeit vor ca. 200.000 Jahren zurück (Nr. 5, 6).

Die in unmittelbarer Nachbarschaft Werdens auf dem Pastoratsberg über der Ruhr gelegenen Burganlagen der merowingerzeitlichen Alteburg (Nr. 14, 15) und karolingerzeitlichen Herrenburg (Nr. 13) boten seinerzeit Schutz für die umliegende Bevölkerung und begünstigten sehr wahrscheinlich Liudgers Wahl des »Standortes Werden« für seine Klostergründung.

Weitere Infos finden Sie unter www.heimatverein-werden.de/startseite/archäologischer-pfad